Bilanz nach fünf Jahren Qualitätsentwicklung in Brandenburgs Jugendämtern
In den vergangenen fünf Jahren hat sich in Brandenburgs Jugendämtern viel bewegt: Beratungs- und Hilfsangebote wurden einer kritischen Prüfung unterzogen und dem Bedarf vor Ort angepasst. In rund 270.000 Stunden haben sich ASD-Mitarbeiter und Leitungskräfte für die geänderten Alltagsaufgaben der Jugendhilfe fit gemacht. Ein wichtiges Ergebnis des Programms ist auch der Aufbau von amtsübergreifenden Strukturen. Hans Leitner, Geschäftsführer der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft Start, sagte auf der Abschlussveranstaltung in Potsdam: „Aus der Zusammenarbeit von ASD-Leitern der Jugendämter zu verschiedenen Fachthemen hat sich eine feste Arbeitsgruppe gebildet, die auch über das Projekt hinaus besteht.“ Ein Ergebnis der Kooperation ist unter anderem ein Leitfaden für Brandenburgs Jugendämter für den Umgang mit Fällen von Kindesmisshandlung und -vernachlässigung.
Die Landesregierung hat das Projekt mit insgesamt knapp 780.000 Euro gefördert. Die Fachwelt verfolgte das Brandenburger Projekt, an dem sich auch das Landesjugendamt und das Sozialpädagogische Fortbildungswerk Brandenburg (SPFW) beteiligten, mit großem Interesse. Auch die chilenische Regierung wurde auf das Landesprojekt aufmerksam und forderte aus Brandenburg Beratung bei der Qualitätsentwicklung in der sozialen Arbeit an.
Mit dem im März diesen Jahres beschlossenen Kinderschutz-Programm knüpft die Landesregierung strategisch an den Prozess der letzten fünf Jahre an. Die gemeinnützige Start Beratungsgesellschaft, die im Auftrag der Landesregierung die Fachstelle Kinderschutz eingerichtet hat, erarbeitet jetzt gemeinsam mit den Jugendämtern unter anderem Strategien zum Aufbau lokaler Netzwerkstrukturen. Ziel ist, beim Kinderschutz die Zusammenarbeit der Jugendämter mit den Bereichen Schule, Gesundheit, Justiz und Polizei zu verbessern.


