Kurzexpertise zum Stand der frühen Sprachentwicklung in Kindertagesstätten der Stadt Halle (Saale) erschienen
Sprache ist das vorrangige Mittel zur Kommunikation in der Gesellschaft. Bei klinischen Beobachtungen (Untersuchungen in München und Berlin 2004) in den letzten Jahren wurde eine hohe Anzahl von Kindern festgestellt, die wegen einer auffälligen Sprachentwicklung vorgestellt wurden. Hier liegen neben den Untersuchungsergebnisse aus München und Berlin aus dem Jahr 2004 auch aktuelle aus Nordrhein-Westfalen aus den Jahren 2006/2007 vor.
Aus der Tatsache auffälliger Sprachentwicklung im Kleinkindalter könnten sich vermehrt Probleme beim Erlernen der Schrift und dem Start der neuen Lebensphase, die mit dem Übergang in die Schule beginnt, ergeben. Die Notwendigkeit einer frühzeitigen Einschätzung der sprachlichen Fähigkeiten und eine daraus folgende entsprechende Förderung bei Auffälligkeiten für alle Kinder ist deshalb geboten.
Frühkindliche Sprachentwicklung im Vorschulalter ist in der letzten Zeit immer mehr in den Mittelpunkt des bildungspolitischen Interesses gerückt. Die Sprache als grundlegende menschliche Kulturtechnik und deren Entwicklung stellt einen wichtigen Punkt in Bezug auf Bildung und Teilhabe dar. Das Ergebnis der Untersuchung unterstreicht, wie wichtig eine besondere Förderung gerade für Kinder mit Migrationshintergrund ist. Die Integrationsbeauftragte des Landesregierung, Frau Susi Möbbeck, führte in die Untersuchung in der AG „Sprache – Bildung – frühkindliche Bildung“, anlässlich der Tagung „Integration im Dialog“, Der Nationale Integrationsplan in Sachsen-Anhalt, ein. Neben nunmehr festgelegten Sprachtests soll versucht werden, eine spezielle Sprachförderung zu initiieren.


