Lebenswelt Schule
Das Ziel von „Lebenswelt Schule“ ist es, Kinder und Jugendliche im Alter von drei bis 15 Jahren bestmöglich individuell zu fördern, so dass niemand zurückbleibt. Um dieses zu erreichen, werden Schulen, Kindertageseinrichtungen, Jugendhilfe, Verwaltungen, Zivilgesellschaft und Wirtschaft in vier Modellregionen bei der Vernetzung ihrer Angebote unterstützt. Im Fokus stehen dabei einerseits die Bildungsübergänge von der Elementarbildung zur Grundschule und von der Grundschule zu einer weiterführenden Schule; andererseits die Schulen als zentrale Akteure. Sie bilden die Knotenpunkte der lokalen Bildungslandschaften, von denen die Vernetzung mit anderen Beteiligten ausgeht und an denen sie zusammenläuft.
Über einen Zeitraum von drei Jahren fördert das Programm in vier ausgewählten Regionen den Aufbau lokaler Verantwortungsnetzwerke. In diesen kommen Vertreter von Schulen und anderen Bildungseinrichtungen, Mitglieder der Kommunalverwaltung und Partner aus Verbänden, der freien Jugendhilfe und der Wirtschaft zusammen, um Ressourcen und Wissen zu bündeln und die regionale Bildungslandschaft aus der Perspektive von Kindern und Jugendlichen umzugestalten. Die Kooperationspartner vor Ort wählen dazu ein Projekt aus, an dem sie gemeinsam arbeiten, um das Verantwortungsnetzwerk so konkret und sichtbar werden zu lassen.
“Lebenswelt Schule“ setzt auf die gemeinsame Qualifizierung der Beteiligten, die kontinuierliche Begleitung durch Prozessmoderatoren und den Austausch der Regionen untereinander. Ziel ist es, eine Verbesserung der individuellen Förderung aller jungen Menschen zwischen drei und fünfzehn Jahren zu erreichen und Schulmisserfolgsbiografien zu verhindern.
Der Salzlandkreis entwickelte das Konzept „Campus Technikum“ und „Porta Technikum“ und nutzt der Programm „Lebenswelt Schule“ als Unterstützungshilfe zur Umsetzung und Kommunikation des Konzeptes.
Das wichtigste Projekt der Stadt Bernburg bis 2010 ist der Zusammenschluss von drei Sekundarschulen zum „Campus Technikum“, einer Ganztagsschule mit dem Schwerpunkt auf praxisorientierter, technischer Bildung, welche vor allem die Lernmotivation und die Berufswahl fördert. Die Stadt will damit bewusst die Entwicklung eines qualifizierten Fachkräftenachwuchses für die einheimische Wirtschaft unterstützen und dem negativen Trend hinsichtlich Schulabbrecherquote entgegenwirken.
Konzept des Salzlandkreises “Campus Technikum und Porta Technikum”


