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Studie zum Thema Elternbildung

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Kerstin Hartwig, Studentin der FU Berlin, plant eine Studie zum Thema Elternbildung. Um Erkenntnisse zur bedarfsgerechteren Konzipierung von Angeboten der Elternbildung zu gewinnen, wird die Studentin zirka 900 Eltern und Erzieher/innen befragen: Es soll herausgearbeitet werden, wie die Öffentlichkeitsarbeit optimiert und die Eltern angemessener zur Teilnahme ermuntert werden können. Auch Fragen zur Analyse des aktuellen Elternbildungsmarktes, der Nutzer/innenmotivation, solche Angebote in Anspruch zu nehmen oder auch die Debatte um „Pflichtelternkurse“ sollen aufgegriffen werden. Die Start Beratungsgesellschaft begleitet die Studie und wird die Ergebnisse auf ihrer Website veröffentlichen.

Kerstin Hartwig geht in ihrer Studie von folgenden Thesen aus:

Angebote der Elternbildung sind, wenn ein bedarfsgerechtes und damit nutzer/innenfreundliches Konzept dahinter stehen würde, sowohl familiär als auch gesamtgesellschaftlich von großem Nutzen.

Viele Eltern würden gerne solche Angebote nutzen, wenn nicht organisatorische Schwierigkeiten, wie die Betreuung der Kinder oder Ort und Zeit solcher Veranstaltungen sowie zum Teil finanzielle Hemmschwellen in Form von Teilnahmegebühren oder Fahrtkosten dem entgegenstehen würden.

Auch die irrtümliche Annahme, dort würden Schwierigkeiten in der Erziehung und Betreuung der eigenen Kinder öffentlich gemachten, könnte ein Grund sein, die einer Teilnahme der Eltern entgegenstehen.

Zudem scheinen die derzeit vorhandenen Kursangebote und ihre Inhalte nur unzureichend und unzweckmäßig beworben. Sie sprechen die Eltern nicht persönlich an oder erreichen diese erst gar nicht.

Will man also Elternbildung flächendeckend stärker etablieren, benötigt man strukturell niederschwelligere und kostlose Angebote im unmittelbaren Wohnumfeld der Familien. Diese dürfen zudem nicht vordergründig am Unvermögen der Eltern ansetzen, sondern sollten eher als Ort der Begegnung gestaltet sein.

 

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