Studie zum Thema Elternbildung
Kerstin Hartwig geht in ihrer Studie von folgenden Thesen aus:
Angebote der Elternbildung sind, wenn ein bedarfsgerechtes und damit nutzer/innenfreundliches Konzept dahinter stehen würde, sowohl familiär als auch gesamtgesellschaftlich von großem Nutzen.
Viele Eltern würden gerne solche Angebote nutzen, wenn nicht organisatorische Schwierigkeiten, wie die Betreuung der Kinder oder Ort und Zeit solcher Veranstaltungen sowie zum Teil finanzielle Hemmschwellen in Form von Teilnahmegebühren oder Fahrtkosten dem entgegenstehen würden.
Auch die irrtümliche Annahme, dort würden Schwierigkeiten in der Erziehung und Betreuung der eigenen Kinder öffentlich gemachten, könnte ein Grund sein, die einer Teilnahme der Eltern entgegenstehen.
Zudem scheinen die derzeit vorhandenen Kursangebote und ihre Inhalte nur unzureichend und unzweckmäßig beworben. Sie sprechen die Eltern nicht persönlich an oder erreichen diese erst gar nicht.
Will man also Elternbildung flächendeckend stärker etablieren, benötigt man strukturell niederschwelligere und kostlose Angebote im unmittelbaren Wohnumfeld der Familien. Diese dürfen zudem nicht vordergründig am Unvermögen der Eltern ansetzen, sondern sollten eher als Ort der Begegnung gestaltet sein.


