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Fortbildung zum Thema Konzept und Konzeptentwicklung in Jugendfreizeiteinrichtungen für das Landesjugendamt Sachsen-Anhalt

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Die Fortbildung zum Thema Konzept und Konzeptentwicklung bietet den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Jugendfreizeiteinrichtungen die Möglichkeit, theoretische Kenntnisse und praktische Erfahrungen zur Entwicklung eines Konzeptes zu sammeln. Ziel der Veranstaltung ist, ein erstes Konzept für den eigenen Arbeitsbereich zu erarbeiten und dabei anstehende Probleme, Besonderheiten der eigenen Institution, der Region und der Zielgruppe zu berücksichtigen.

Realisation: Klaus Appel, Start gGmbH und Wolf Blümel, Landesjugendamt Sachsen-Anhalt

Laufzeit: Mai bis Dezember 2003

Fortbildung zum Thema Konzept und Konzeptentwicklung

Konzepte sind wesentlicher Bestandteil einer fachlich orientierten pädagogischen und sozialen Arbeit. Sie lassen sich als Steuerungsinstrument eines Arbeitsbereiches oder einer Organisation bezeichnen. Konzepte basieren auf einer möglichst umfassenden Analyse des Arbeitsfeldes sowie der sozialen Lage, der Bedürfnisse und des Lebensumfeldes ihrer Adressaten. Daraus können wiederum klare Ziele und konkrete Handlungsstrategien abgeleitet werden.

Seminaraufbau

Im Rahmen dieser Fortbildung werden vier Seminare mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten angeboten. Die einzelnen Veranstaltungen wurden von einer Mitarbeiterin bzw. einem Mitarbeiter der Start gGmbH moderiert. Für jedes Seminar sind zwei Veranstaltungstage vorgesehen. Die Fortbildungsreihe ist als Einheit geplant, so dass eine kontinuierliche Teilnahme sinnvoll ist. Die einzelnen Module des Seminars orientieren sich an den vier Bausteinen eines Konzeptes. Sie berücksichtigen stets die Interessen der Gruppe und den inhaltlichen Fortbildungsprozess.

Vier Bausteine auf dem Weg zum Konzept


Einheit 1: Grundlagen

Konzepte basieren auf einem gemeinsam entworfenen Leitbild. In dieser ersten Arbeitseinheit soll erarbeitet werden, an welchen Grundwerten und Grundüberzeugungen sich die soziale und die pädagogische Arbeit in den jeweiligen Einrichtungen ausrichten soll und welche Ideen von einer wünschenswerten Zukunft die gemeinsame Arbeit leiten können.

Einheit 2: Bestandsaufnahme
Konzepte berücksichtigen den gegenwärtigen Gesamtzustand der Arbeit und des Arbeitsumfeldes. Deshalb sollen in dieser Phase möglichst viele unterschiedliche Sichtweisen zusammengetragen werden. Ziel dieser Einheit ist es, theoretisch-wissenschaftliche Erkenntnisse mit den praktischen Erfahrungen der einzelnen Teilnehmerinnen und Teilnehmer in ihrem Arbeitsfeld zu verbinden.

Einheit 3: Ziele und konkrete Umsetzung
Konzepte legen nicht nur die Ziele fest, sondern machen auch Aussagen darüber, mit welchen Schritten, Angeboten und Methoden diese erreicht werden sollen. In diesem Abschnitt werden ausgehend von den Leitbildern und der Bestandsanalyse Gesamtziele und Teilziele für den jeweiligen Arbeitsbereich entwickelt. Ziel ist es festzulegen, welche Ergebnisse mit welchem Vorgehen zukünftig erreicht werden sollen.

Einheit 4: Evaluation
Konzepte berücksichtigen auch, ob sich die definierten Ziele und Methoden in der Praxis bewähren. Somit sind sie situationsbezogen und handlungsorientiert. Evaluation ermöglicht eine professionelle, fachlich fundierte Arbeit und eine Reflexion der Praxis. Im letzten Abschnitt werden Evaluationsmethoden vorgestellt oder gemeinsam in der Gruppe erarbeitet.

In allen vier Modulen werden folgende Vorgehensweisen eingesetzt:

  • Theoretische Einführung in das jeweilige Thema
  • Arbeitspapiere für die eigenständige Weiterarbeit
  • Kleingruppen organisieren selbständig Arbeitsprozesse und entwickeln jeweils Teilaspekte eines Konzeptes
  • Möglichkeiten der Reflektion von Ergebnissen in der Gesamtgruppe
  • Gemeinsame Entwicklung von Perspektiven für die Umsetzung eines Konzeptes im Arbeitsalltag der jeweiligen Einrichtung unter Berücksichtigung der institutionellen und politischen Realität

 

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