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Modellprojekt der Jugendwerkstatt Garbsen / Hannover: „Erprobung von Beteiligungssystemen und Erarbeitung eines Beteiligungshandbuches“

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Die Jugendwerkstatt Garbsen bietet jungen Menschen orientierende, qualifizierende und berufsvorbereitende Kurse im Rahmen des Konzeptes „Arbeiten und Lernen“ der Bundesanstalt für Arbeit. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, den Hauptschulabschluss nachträglich zu erwerben.

Als Grundlage für die Arbeit in diesem Projekt steht die Erfahrung, dass Mitbestimmung und aktive Mitgestaltungsmöglichkeiten „Motoren“ zur Eigenmotivation und zur Eigenverantwortlichkeit für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind. Aus diesem Grund will die Jugendwerkstatt Garbsen in diesem Modellprojekt Selbst- und Mitbestimmungsprozesse erproben, auswerten und fest im Arbeitsalltag implementieren.

Die Start Beratungsgesellschaft begleitet den gesamten Entwicklungsprozess und die einzelnen Einheiten in der Projektentwicklung in Zusammenarbeit mit allen beteiligten Gruppen.

Verantwortlich: Klaus Appel

Laufzeit: 2002 -2005

Modellprojekt der Jugendwerkstatt Garbsen / Hannover: Die bisherigen Stationen

Um das Projekt in die Gesamtstruktur der Jugendwerkstatt zu integrieren und bereits vorhandene Beteiligungsmöglichkeiten zu berücksichtigen, werden zunächst drei Schwerpunkte bearbeitet:

  1. Inhaltlich theoretische Auseinandersetzung mit dem Thema „Beteiligung von jungen Menschen“ in der Mitarbeiter- und Leitungsrunde
  2. Gemeinsame Auswertung vorhandener Beteiligungsstrukturen und Sammlung von Wünschen und Ideen für die Weiterentwicklung von Beteiligungsmöglichkeiten mit den jungen Menschen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
  3. Gründung einer Arbeitsgruppe bestehend aus den jungen Menschen, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Leitung zur Steuerung und Koordinierung des Projektes

Ausgehend von der Erkenntnis anderer Projekte, dass die Beteiligung von Jugendlichen in den Köpfen der Erwachsenen beginnt, wird in der Jugendwerkstatt zunächst eine intensive inhaltliche Auseinandersetzung im Kreis der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gefördert. Darüber hinaus wird betont, dass besonders die jungen Menschen von Anfang an bei der Projektgestaltung beteiligt sein müssen. So werden die Jugendlichen schon beim Eintritt in die Jugendwerkstatt im Oktober 2002 über das Projekt und ihre Beteiligungsmöglichkeiten informiert.

Nach der Orientierungsphase und einer Einarbeitungszeit in den eigenen Bereichen findet im November 2002 ein Workshop für die Jugendlichen statt. Hier können die jungen Menschen, ebenso wie vorher die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ihre bisherigen positiven und negativen Erfahrungen mit den Beteiligungsformen in der Jugendwerkstatt äußern, um anschließend in kleinen Gruppen Wünsche und Ideen für weitere Beteiligungsmöglichkeiten zu entwickeln. Die Ergebnisse dieses Workshops sind dokumentiert und in einem gemeinsamen Treffen der Jugendlichen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vorgestellt und diskutiert worden.

Eine Arbeitsgruppe bestehend aus Jugendlichen, Mitarbeiterstab und der Leitungseben hat das Projekt bis zum Sommer 2003 begleitet und das weitere Vorgehen entwickelt.

Themen und Aufgaben zur Weiterarbeit im Modellprojekt

Das Ziel ist, die Eigenmotivation und Eigenverantwortlichkeit zu erhöhen und die Identifikation mit dem „Betrieb Jugendwerkstatt“ zu fördern. Folglich besteht die weitere Aufgabe darin, Mitbestimmungs- und Mitgestaltungsmöglichkeiten im Rahmen des eigenen Lern- und Arbeitsprozesses zu entwickeln, zu erproben, zu reflektieren und zu implementieren.

 

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